Historisches und Mythologisches im neuen Tomb Raider

von | Jun 19, 2012 | 0 Kommentare

 Da es mittlerweile einige Anhaltspunkte darüber gibt um welchen historischen und vielleicht auch mythologischen Hintergrund das neue Tomb Raider Spiel gestrickt wurde, möchten wir euch im Folgenden einige Informationen zu den bisher aus Trailern, Demos und Interviews bekannt gewordenen Stichworten präsentieren.

Wie wir ja schon letztes Jahr erfahren haben, findet das erste Abenteuer der neuen Lara auf einer noch namenlosen Insel statt, die vor der Küste Japans liegt.Seit dem ersten Trailer wussten wir ebenfalls, dass dort eine Vielzahl von gestrandeten Schiffen aus verschiedenen Epochen der Geschichte zu finden ist. Daher lag bereits beim Community Event von Crystal Dynamics in Hamburg im letzten Herbst der Verdacht nahe, dass Lara im berühmt-berüchtigten„Drachen-Dreieck“ gestrandet ist, was damals noch nicht kommentiert wurde, aber sich seitdem bestätigt hat.

Eine bisher wenig bekannte Tatsache ist, dass es nicht nur das karibische Bermuda-Dreieck im atlantischen Ozean gibt, in dem im Lauf der Jahrhunderte unzählige Schiffe, Flugzeuge und Menschen verschwunden sein sollen, sondern auf der anderen Seite der Welt soll vor der Küste Japans zudem das „Drachen-Dreieck“ in der „Teufels-See“ existieren. Angeblich fanden in diesem asiatischen Pendant zum Bermuda-Dreieck noch weit mehr Schiffe und Menschen im Laufe der Zeit ihr mysteriöses Ende.

Das Drachen-Dreieck

Das Drachen-Dreieck, oder auch „pazifisches Bermuda-Dreieck“ oder „Formosa-Dreieck“ genannt, ist ein Gebiet, das sich um dieInsel Miyake erstreckt, die ca. 100 km südlich von Tokyo entfernt im Pazifik liegt. Die Größe und genaue Position des Drachen-Dreiecks schwankt allerdings in den verschiedenen Erzählungen recht stark. In der westlichen Welt ist es hauptsächlich durch zwei Bücher des Autors Charles Berlitz bekannt geworden, die in den 70er und 80er Jahren veröffentlicht wurden. Darin behauptet Berlitz, das Japan allein in den Jahren 1952-54 insgesamt 5 Militär-Schiffe mit über 700 Mann Besatzung im Drachen-Dreieck verloren hätte.
Er schreibt ebenfalls, dass dieses Gebiet in japanischen Seekarten als Gefahrenzone markiert sei. Aufgrund der verschwundenen Schiffe habe man dann ein Forschungsschiff, die „Kaiyo Maru Nr. 5“ mit 31 Mann Besatzung in die gefährlichen Gewässer entsendet. Die Kaiyo Maru kehrte aber ebenfalls nicht nach Japan zurück, da sie bei der Untersuchung eines Unterwasser-Vulkans durch eine Eruption zerstört worden sein soll und man nur noch Wrackteile bergen konnte. Ebenso wie beim altbekannten „Bermuda-Dreieck“ gibt es natürlich auch Kritiker, die speziell Berlitz Behauptungen in Zweifel ziehen. Bei den Militär-Schiffen soll es sich demnach tatsächlich um Fischerboote gehandelt haben, von denen einige außerhalb des Drachen-Dreiecks verschwunden sein sollen. Zudem äußerten die Kritiker, dass sowieso jedes Jahr Dutzende bis Hunderte Schiffe auf allen Teilen der Weltmeere verloren gehen.

USOs – Unidentified Submarine Objects

Ein paar Minuten Recherche im Internet bringen zum Thema Drachen-Dreieck aber noch weit verrücktere Ideen als verschwundene Marine-Fahrzeuge zutage. So habe ich z.B. auch immer wieder auf einschlägigen Seiten gelesen, dass dort angeblich regelmäßig Sichtungen von sogenannten „USOs“ gemacht wurden. Die Abkürzung USO steht für „Unidentified Submarine Object“, also eine Art Unterwasser-UFOs. Diese sollen den bekannten UFOs grundsätzlich ähnlich sehen, also scheibenförmig oder zylindrisch sein und mitunter leuchten. USOs sollen plötzlich aus dem Wasser auftauchen, eine Weile in der Luft herumfliegen und dann wieder genauso plötzlich in den Fluten verschwinden, wobei sie so große Wellen verursachen, dass in der Nähe befindliche Schiffe in akute Gefahr gebracht werden zu kentern.

Man mag von all diesen Erzählungen halten was man will, ein paar sehr interessante Berichte dazu gibt es aber zumindest. Interessant deswegen weil sie bereits vom Anfang des 19. Jahrhunderts stammen und damals in Wort und Schrift festgehalten wurden. Die japanische Iwase Bunko Bibliothek besitzt ein Dokument namens „Hyouryuukishuu“, was ungefähr „Erzählung der Verschollenen“ bedeutet. Es wurde in der späten Edo-Periode (1603-1868) angefertigt und darin wird geschildert wie im Jahre 1803 ein merkwürdiges  Objekt an der Küste Japans bei Harashagahama angespült wurde. Es soll ungefähr scheibenförmig gewesen sein und Abmessungen von ca. 3 mal 5 Metern besessen haben. Zusammengesetzt war es aus Sandelholz und Metall und hatte zudem eine Art von Sichtluken, die mit Kristall oder Glas verkleidet waren.
Als es angeschwemmt wurde war es beschädigt und die Erzählung berichtet, dass ihm eine Frau entstieg, die in feinste Kleidung gehüllt war aber deren Sprache niemand verstehen konnte. Sie soll zwischen 18 und 20 Jahren alt gewesen sein, hatte ein blasses Gesicht und rote gelockte Haare und rote Augenbrauen. In ihren Armen hielt sie eine schlichte Holzkiste umklammert, die ihr anscheinend sehr wichtig war, da sie niemandem erlaubte sie zu berühren oder zu untersuchen. Im Inneren des Objektes, in dem sie gestrandet war fand man außerdem mysteriöse Schriftzeichen eingraviert, deren Bedeutung völlig unklar ist. Aus derselben Zeit um 1803 soll es noch eine Handvoll weiterer dokumentierter Sichtungen ähnlicher Objekte geben. Die japanische Bezeichnung für diese geheimnisumwitterten Objekte ist „Utsuro Bune“.

Die Flotte des Kublai Khan

Bei unserem Exklusiv-Interview mit Brian Horton im Rahmen des E3 Community Ambassador Programms stellten wir ihm unter anderem die Frage ob im Spiel die Vorgeschichte dazu erzählt werden wird wie Lara eigentlich dazu kam an Bord der Endurance zu gehen. Obwohl Brian die Frage nur ausweichend damit beantwortete, dass es ein bisschen Vorgeschichte dazu geben wird, er aber noch keine Details verraten wolle, haben wir aus einem Artikel der aktuellen Ausgabe der Computer Bild Spiele mittlerweile eine weitere Information dazu erhalten. Die Computer Bild Spiele traf Karl Stewart in London, der dann im Interview erwähnte, dass Lara auf der Endurance in Richtung der japanischen See unterwegs ist um die verlorene Flotte des Kublai Khan zu finden, die irgendwo dort vermutet wird. Kublai Khan war ein Enkel des berühmten Dschingis Khan und herrschte in der Mongolei von 1260 bis 1294. Er war ebenfalls damals der Kaiser von China und begründete dort die Yuan-Dynastie.

Im Jahr 1274 versuchte eine mongolisch-koreanische Streitmacht das japanische Kaiserreich zu erobern, da Japan sich nicht den Mongolen unterwerfen wollte. Obwohl sie zunächst einige militärische Erfolge gegen die japanischen Verteidiger verbuchen konnte, wurde jedoch ein Drittel der Invasionsflotte des Nachts von einem gewaltigen Taifun zerstört, wobei über 10.000 Mann ums Leben gekommen sein sollen. Damit hatte der Feldzug ein jähes Ende gefunden.
Im Juni 1281 versuchten die Mongolen dann erneut mit einer noch gewaltigeren Flotte Japan zu erobern, was als die Schlacht von Koan in die Geschichte einging. In Korea sollen sich damals 900 Schiffe mit insgesamt 17.000 Seeleuten, sowie 25.000 koreanischen, mongolischen und chinesischen Soldaten an Bord gesammelt haben. Der größere Teil der Armee sammelte sich aber in China und bestand laut Überlieferung aus rund 100.000 Mann auf 3.500 Schiffen. Im August desselben Jahres waren beide Flotten dann vor Japan angelangt und bereit zum Angriff. Nur drei Tage später brach aber wiederum ein gewaltiger Taifun los, der zwei Tage lang wütete und bis auf 200 Schiffe die gesamte mongolische Flotte versenkte. Dabei kamen angeblich knapp 80 % der Soldaten (über 100.000 Mann) ums Leben, womit auch der zweite Invasionsversuch Kublai Khans gescheitert war, bevor er überhaupt richtig losging. Zu einer dritten geplanten Invasion kam es dann aufgrund anderer politischer Querelen und Ressourcen-Mangel nie.

Diese beiden Taifune wurden in Japan unter dem Namen „Kamikaze“ bekannt, was wörtlich übersetzt „göttlicher Wind“ bedeutet. Hierzulande kennt man den Begriff eher als Bezeichnung für die todesverachtenden Selbstmord-Angriffe japanischer Piloten des 2. Weltkriegs. Wie man schon an der Namensgebung erkennt, bestätigten die beiden verheerenden Stürme des 13. Jahrhunderts das japanische Volk damals in dem Glauben, dass ihr Land von den Göttern beschützt wurde.

(Für die archäologisch-angehauchten unter uns: Mittlerweile entdeckte man in 25 Meter Tiefe vor der Küste von Nagasaki in der japanischen See ein Schiffswrack aus der Yuan-Dynastie von dem man glaubt, dass es zu der zweiten Flotte von 1281 gehörte.)

Königin und Schamanin: Die sagenumwobene Himiko

Wie wir in der Tomb Raider Demo erfahren haben, die uns auf der E3 gezeigt wurde, spielt die sagenumwobene japanische Königin Himiko eine große Rolle für den historischen und mythologischen Hintergrund des neuen Spiels. Während der Demo ist eine Statue von ihr im Spiel zu sehen und in einem Gespräch zwischen Lara und Dr. Whitman wird sie zudem namentlich erwähnt.

 Königin Himiko, manchmal auch Pimiko genannt, (ca. 175-248) war eine japanische Herrscherin, die das erste schriftlich überlieferte Königreich in Japan namens „Yamatai“ („Yamataikoku“) regierte. Himiko war nicht nur die erste japanische Herrscherin, die als Königin bezeichnet wurde, sondern auch die erste namentlich bekannte Regentin des Reiches Yamatai im frühen Japan. Japan hieß damals noch „Wa“ und auch Himikos Volk wurde als das Volk von Wa bezeichnet, was wörtlich übersetzt „Kleine Menschen“ heißt. Obwohl Himiko in einigen historischen Texten erwähnt wird, sind nur wenige Fakten über sie oder das Reich Yamatai bekannt. In den frühesten japanischen Texten wird sie nicht erwähnt, wohl aber in alten chinesischen Überlieferungen, da sie Beziehungen zum chinesischen Cao Wei Königreich gepflegt haben soll. Die chinesischen Erwähnungen von Himiko stammen bereits aus dem 3. Jahrhundert, wohingegen sie in japanischen Texten erst ab dem 8. Jahrhundert auftaucht. Sie soll vom damaligen japanischen Volk als Regentin gewählt worden sein, nachdem die bisher ausschließlich männlichen Kleinkönige von Wa sich jahrezehntelang untereinander bekriegt hatten. Vom Volk von Wa heißt es, dass es in der Mitte des Ozeans auf einer bergigen Insel südlich der japanischen Hauptinseln lebte.

Besonders interessant an Himiko ist, dass sie nicht nur Königin war, sondern ebenfalls eine Schamanin gewesen sein soll, die über große spirituelle Kräfte verfügte. Auch ihr Name soll sich aus den Worten für „Prinzessin“ und „Schamanin“ zusammensetzen, wobei dies umstritten ist. Leider gibt es keine weiteren Erwähnungen über Schamanismus in Japan aus dieser Zeit und auch darüber wie Himikos Kräfte beschaffen waren, ist kaum etwas überliefert worden. Es heißt lediglich, dass sie Magie und Zauberei betrieb und ihr Volk „verzaubern“ konnte. Als sie an die Macht kam war sie bereits in fortgeschrittenem Alter, aber noch unverheiratet. Sie hatte einen jüngeren Bruder, der sie bei der Führung des Landes unterstütze. Nachdem sie an die Macht gekommen war, soll sie sich der Öffentlichkeit kaum gezeigt haben. Es heißt, dass sie sich zwar mit 1000 weiblichen Dienern umgab, aber nur einem einzigen männlichen. Er servierte ihr Essen und Trinken und diente ihr zur Kommunikation nach außen. Ihre Residenz soll ein Palast gewesen sein, der von Türmen und Palisaden umgeben war und stets von bewaffneten Wächtern gesichert wurde. Die Gesetze und Bräuche zu ihrer Zeit sollen recht streng gewesen sein.

In der japanischen Historie ist die Einordnung von Königin Himiko etwas problematisch, da entsprechende Texte erst rund 500 Jahre nach ihrer Lebenszeit verfasst wurden. Zudem wird sie dort nur nebenbei erwähnt und teils als eine andere berühmte Herrscherin des frühen Japans namens Jingu angesehen. In den chinesischen Berichten stellt sich die Situation klarer dar, da sie noch zu Ende desselben Jahrhunderts verfasst wurden, in dem Himiko lebte. Sie erzählen davon wie Himiko Botschafter mit Geschenken nach China schickte und freundschaftliche Beziehungen zum Herrscher Cao Rui aufnahm, der ihr zum Dank unter anderem 100 bronzene Spiegel schickte. Diese Erwähnung von bronzenen Spiegeln ist sehr interessant in Hinblick auf den mythologischen Teil von Himikos Geschichte, da ein Spiegel eine große Rolle in der Legende der japanischen Sonnengöttin Amaterasu spielt, von der angeblich auch die heutige japanische Kaiserfamilie abstammen soll.

Von Königin Himiko wird berichtet, dass sie nach ihrem Tod in einem großen Grabhügel bestattet wurde und ihr über 100 männliche und weibliche Diener ins Grab folgten. Nach ihrem Tod wurde ein König auf den Thron gesetzt, dem das Volk aber nicht folgen wollte wodurch es zu Unruhen, Mord und Totschlag kam wobei über 1000 Menschen ums Leben kamen. Daher wurde schließlich Himikos 13-jährige Cousine Iyo (auch „Toyo“) als Herrscherin eingesetzt und die Ordnung wiederhergestellt.
Vor einigen Jahren fand man einen großen Grabhügel in Japan, der aus Himikos Zeit stammt und vielleicht Hinweise auf den bisher unklaren Ort des Reiches Yamatai liefern kann. Darin wurden auch einige Bronzespiegel gefunden. Die Forschung ist diesbezüglich aber etwas schwierig, da die Kaiserfamilie anscheinend ein Interesse daran hat, dass in dieser Richtung nicht weitergeforscht wird. Wahrscheinlich aus Angst, dass dadurch irgendwie ihr Anspruch auf direkte Abstammung von der Sonnengöttin geschmälert werden könnte.

Auch Königin Himiko wird von Einigen mit der Sonnengöttin Amaterasu in Verbindung gebracht. Hauptsächlich wegen der unterschiedlichen Deutungen ihres Namens („Hi“ heißt Sonne und „miko“ Schamanin). Interessant ist dabei vielleicht, dass es im Jahre 247, also zur Zeit Himikos, eine totale Sonnenfinsternis gab, die auch von Japan aus zu sehen war. Das Verschwinden und Wiederauftauchen der Sonne, wie es auch bei einer Sonnenfinsternis scheinbar geschieht, ist das zentrale Element der Legende von Amaterasu.

Anmerkung: Der kurze, deutsche Wikipedia-Artikel zu Himiko enthält einige, teils gravierende Fehler und Ungenauigkeiten. Details zu japanischer Mythologie und der frühen japanischen Geschichte finden sich im japanischen Text „Kojiki“ aus dem 8. Jahrhundert. Eine englische Übersetzung ist im Internet zugänglich.

Sonnengöttin Amaterasu

Während Lara in der aktuellsten Tomb Raider Demo mit Dr. Whitman unterwegs ist, sieht man eine ganze Reihe von weißen Wandzeichnungen, die unter anderem Hände und Sonnensymbole darstellen. Kurz danach gelangen die beiden an der schon erwähnten Statue von Königin Himiko an. Es scheint also, dass nicht nur manche Historiker, sondern auch die TR Entwickler die Schamanenkönigin mit der Sonnengöttin in Verbindung bringen. Auf eine diesbezügliche Frage an Brian Horton während unseres Interviews antwortete er leider wieder nur ausweichend und bestätigte lediglich, dass Mythologie für das kommende Spiel eine große Rolle spielen wird.

Amaterasu (auch „Amaterasu o mi kami“ oder „Ohirume no muchi no kami“) ist die japanische Sonnegöttin und eine der Hauptgottheiten der shintoistischen Religion. Ihr Name bedeutet „am Himmel leuchtend“ oder in seiner vollständigen Form „am Himmel scheinende große, erlauchte Gottheit“. Wie bereits erwähnt soll das japanische Kaiserhaus in direkter Linie von ihr abstammen.

Amaterasu soll aus dem linken Auge des Gottes Izanagi entstanden sein, als dieser sich wusch um die Unreinheiten der Unterwelt Yomi von sich abzuwaschen, in der er seine Schwester/Gemahlin Izanami gesucht hatte. Izanagi und Izanami sind die beiden wichtigsten Götter im japanischen Schöpfungsmythos.
Neben Amaterasu entstanden bei Izanagis Reinigung noch weitere Götter aus seinem Körper. Amaterasu wurde die Herrscherin über die Sonne und den Himmel und ihr Bruder und Gemahl Tsukuyomi, der aus dem linken Auge Izanagis entstanden war, wurde der Herrscher über den Mond. Zusammen mit ihrem Bruder Susanoo, dem Gott der See und der Stürme, der bei der Waschung von Izanagis Nase entstand, bilden diese drei Götter die „drei erhabenen Kinder“ – die wichtigsten der vielen Götter, die aus Izanagi geboren wurden.

Amaterasu ist in der Überlieferung auch dafür verantwortlich, dass es Tag und Nacht gibt. Zunächst teilte sie sich den Himmel mit ihrem Bruder/Gemahl Tsukuyomi, aber als dieser die Göttin der Nahrung Uke Mochi aus Ekel getötet hatte, weil sie bei einem Festmahl die Speisen aus ihrem Mund hervorwürgte, trennte Amaterasu sich von ihm und verbannte ihn in einen anderen Teil des Himmels, wodurch sich auch Tag und Nacht trennten.

Im Ise Schrein auf Honshu in Japan, einem der bedeutendsten Schreine Japans, wird Amaterasu noch immer verehrt. Seit den 690er Jahren wird ihr zu Ehren der Schrein alle 20 Jahre vollständig eingeebnet und neben dem Ort des alten Schreins neu erbaut.

Besonders bekannt ist die Legende über Amaterasu, die berichtet wie die Sonne im Himmel und auf Erden  verschwand. Die Sonnengöttin und ihr Bruder, der Sturmgott Susanoo, standen seit jeher im Wettstreit. Als Susanoo eines Tages in einem Wutanfall die Reisfelder seiner Schwester zerstörte und ein teilweise gehäutetes Pony in ihre Webhalle warf, wobei eine ihrer Dienerinnen erschlagen wurde, verbarg Amaterasu sich aus Wut und Trauer in einer Höhle, wodurch auch die Sonne für eine lange Zeit verschwand. Ihr Bruder Susanoo wurde deswegen aus dem Himmel auf die Erde verbannt und Amaterasu musste von den anderen Göttern erst wieder aus der Höhle gelockt werden damit das Sonnenlicht zurückkehrte. Dazu führte die Göttin der Dämmerung, Fröhlichkeit und des Feierns Aman o Uzume vor der Höhle einen komischen und obszönen Tanz auf. Das dadurch verursachte Gelächter und der Lärm brachten die Sonnengöttin dazu den Fels vor ihrer Höhle beiseite zu schieben und herauszuschauen.  Die anderen Götter hatten zudem ein Juwel und einen Spiegel vor der Höhle platziert der Amaterasu blendete wodurch sie dachte, dass die Ankunft eines noch größeren und prächtigen Gottes gefeiert wurde und aus der Höhle hervorkam, wobei es von diesem speziellen Punkt noch etwas andere Versionen gibt. Die anderen Götter verschlossen dann schnell die Höhle, damit die Sonnengöttin nicht zurückkonnte und die Sonne für immer in die Welt zurückkehrte.
Am Interessantesten  an dieser Legende sind der Spiegel und das Juwel, die von den anderen Götter dazu  benutzt wurden um Amaterasu wieder herauszulocken. Sie sind zwei der drei japanischen Staatsschätze, die noch heute bei Kaiserkrönungen verwendet werden.

Die drei japanischen Staatsschätze

Die drei heiligen, japanischen Staatsschätze, wie sie genannt werden, sind die Throninsignien Japans und bestehen aus dem Schwert Kusanagi no Tsurugi, dem Spiegel Yata no Kagami und dem Juwel Yasakani no Magatama. Abgesehen vom japanischen Kaiserhaus haben sie bisher nur wenige Menschen zu Gesicht bekommen da sie weder der Öffentlichkeit, noch Wissenschaftlern zugängig gemacht werden und es zudem keinerlei Abbildungen oder glaubhafte Beschreibungen von ihnen gibt. Diese drei Objekte sind daher auch heute noch recht geheimnisumwittert und die wenigen, bekannten Informationen stammen aus sehr alten Berichten. Zuletzt sah man den Juwel und das Schwert bei der Amtseinsetzung und Inthronisation von Kaiser Akihito in den Jahren 1989 und 1993, wobei sie aber durch Tücher verhüllt waren.

 Seit dem Jahr 690 sind die drei Staatsschätze ein festes Element des japanischen Inthronisations-Rituals. Der Legende nach wurden sie vom Enkel der Sonnengöttin Amaterasu, namens Ninigi no Mikoto zur Erde gebracht, als sie ihn schickte um für Frieden in Japan zu sorgen. Sie werden traditionell als Symbol der göttlichen Abstammung des Kaiserhauses gesehen und somit auch als Beweis der Legitimation des Kaisers der japanische Alleinherrscher zu sein.

Das Juwel und den Spiegel kennen wir bereits aus der Legende von Amaterasus „Befreiung“ aus der Höhle – das Schwert bekam Amaterasu später als Zeichen der Entschuldigung und Reue von ihrem Bruder Susanoo überreicht, nachdem er es der achtköpfigen Schlange (oder auch Drache) Yamata no Orochi abgenommen hatte.

Das Schwert Kusanagi no Tsurugi

Der heutige Name des Schwertes bedeutet „Grasschneider-Schwert“ und bezieht sich auf den legendären japanischen Helden Yamato Takeru (2. bis 3. Jahrhundert), der es einst getragen haben soll. Als dieser mal von brennendem Gras umgeben war, das ihn töten sollte, mähte er es mit Hilfe seines Schwertes nieder. Dabei stellte er fest, dass er mittels des Schwertes den Wind befehligen konnte. Ursprünglich hatte der Gott Susanoo der Waffe auch den Namen „Das Schwert der den Himmel verdunkelnden Wolken“ gegeben.
Der Namensteil „Kusanagi“ des heute gebräuchlichen Namens bedeutet „Schwert aus der Schlange“, da Susanoo es im Körper der achtköpfigen Schlange gefunden hatte.

Nach Yamato Takeru gehörte das Schwert der japanischen Herrscherfamilie und wurde von Generation zu Generation weitervererbt. Es gibt allerdings einige Diskussion darüber ob das heutige Schwert nur eine Replik sein könnte, da es angeblich während einer Seeschlacht im 12. Jahrhundert mit dem Kindkaiser Antoku im Meer versunken sein soll.

Man nimmt an, dass es sich bei dem Schwert um ein kurzes, zweischneidiges Bronzeschwert handelt, das auch im Stil der Bronzezeit gefertigt wurde. Während der Edo Periode behauptete ein shintoistischer Priester das Schwert gesehen zu haben. Laut ihm soll es 84 cm lang sein, die Form einer Kalmuspflanze haben und von einer weißlich-metallischen Farbe sein. Angeblich soll der Priester dann später durch die Macht und einen Fluch des Schwertes gestorben sein. Als heutiger Aufenthaltsort des Schwertes wird der Schrein von Atsuta in Japan vermutet.

Das Juwel Yasakani no Magatama

Bei diesem der drei Staatsschätze handelt es sich vermutlich um eine Halskette aus Magatama. Magatama sind komma-förmige Perlen, die in Japan ca. von 1000 vor Christus bis ins 6. Jahrhundert nach Christus vorkamen. Ursprünglich wurden sie aus schlichtem Stein und Keramik gefertigt, ab einer gewissen Zeit aber fast ausschließlich aus Jade. Ihre Verwendung wandelte sich ungefähr zur selben Zeit (Kofun Periode) von reinen Schmuckobjekten zu religiösen und zeremoniellen Gegenständen. Auf dem oben abgebildeten Portrait von Amaterasu trägt sie ein Magatama-Amulett um den Hals.

Teilweise wird berichtet, dass ursprünglich nur das Schwert und der Spiegel zu den Staatsschätzen gehörten und das Juwel erst während der Heian Periode zwischen dem 8. und 12. Jahrhundert dazu kam. Man geht davon aus, dass das Yasakani no Magatama sich heutzutage im Hauptschrein des japanischen Kaiserpalastes befindet.

Der Spiegel Yata no Kagami

Bei dem legendären Spiegel, der zusammen mit dem Juwel an einem Baum vor Amaterasus Höhle aufgehängt wurde um sie wieder hervorzulocken, handelt es sich wahrscheinlich um einen bronzenen Spiegel, ähnlich wie jene die Königin Himiko einst aus China als Zeichen der Freundschaft geschickt bekam oder die Exemplare, die man bei Ausgrabungen von Grabhügeln aus Himikos Zeit fand.
Sein Name bedeutet wörtlich übersetzt „der acht Hände Spiegel“ was sich wahrscheinlich auf seinen Durchmesser bezieht. Spiegel standen im alten Japan symbolisch für die Wahrheit, da sie nur das zeigen was darin reflektiert wird. Da sie auch sehr selten waren, wurden sie generell sehr ehrfurchtsvoll behandelt.
Der Spiegel befindet sich heute mutmaßlich im Ise Schrein in Japan. Außer ihm gibt es noch drei weitere Yata no Kagami in Japan, die sich verschiedenen Schreinen in Naguya und Tokyo befinden.

Es gibt verschiedene Deutungen wofür die drei heiligen Staatsschätze stehen. Das Schwert könnte für Tapferkeit stehen, aber auch für die Sterne, der Spiegel für Weisheit oder die Sonne und das Juwel für Güte oder den Mond.
Was die beiden vermutlich bronzenen Gegenstände angeht lässt sich zumindest sagen, dass – soweit historisch bekannt – bereits Bronzegegenstände wie Spiegel und Waffen aus Korea nach Japan kamen, als in Japan selbst noch keine Bronze verarbeitet wurde (Yayoi Periode). Solche Objekte dürften also für sehr wertvoll gehalten worden sein und wurden anscheinend eher als Symbole der Macht und für rituelle Zwecke benutzt, anstatt zu ihrem tatsächlichen Zweck. Bronzeschwerter aus dieser Zeit, die man in Japan fand, zeigen z.B. allesamt keinerlei Gebrauchsspuren.

Wurde die junge Lara zusammen mit der Endurance also vielleicht vom Sturmgott Susanoo geradewegs an die felsige Küste des legendären Reiches Yamatai gespült und entdeckt dort die Geheimnisse der mysteriösen Schamanenkönigin Himiko? Ist der Jade-Anhänger, den sie um den Hals trägt  eventuell sogar das heilige Juwel Yasakani no Magatama? Muss sie gar das jahrtausendealte Schwert der Götter schwingen um achtköpfige Schlangen zu bezwingen oder mit dem Spiegel der Sonnengöttin die ewige Finsternis abwenden? Wir hoffen, dass die Geheimnisse noch ein Weile ungelüftet bleiben und uns Tomb Raider im März 2013 mit einer gut recherchierten Hintergrundstory begeistert.

Historical and mythological influences on the new Tomb Raider game

 Since a few hints are now known about the possible historical and mythological background of the new Tomb Raider game we would like to give you a bit of information about the keywords that have been made public in all the trailers, demos and interviews.

As we already learned last year the setting of the new game will be a still nameless island off the coast of Japan. Since the first trailer has been published we also know that there are a huge number of stranded ships from several historical periods to be found in the waters around the island. Therefore it could be assumed already last year that Lara might be shipwrecked in the infamous dragon triangle. This had not been commented upon during the community events of Crystal Dynamics last fall, but has been acknowledged since then. A publicly little known fact is that there is not only the Bermuda Triangle in the Atlantic Ocean where countless ships, airplanes and people are said to have disappeared over the centuries, but there is also the Dragon Triangle off the coast of Japan in the “Devil’s Sea“ on the other side of the world. Rumour has it that even more people and vessels have found a mysterious end in this Asian pendant to the Bermuda Triangle.

Dragon triangle

The Dragon Triangle, also called „Pacific Bermuda Triangle“ or „Formosa Triangle“, is an area around the island of Miyake that is located roughly 60 miles south of Tokyo in the Pacific Ocean. The exact size and location of the Dragon Triangle varies quite a bit from tale to tale. In the western world it is primarily known due to two books from the author Charles Berlitz that were published during the 70ies and 80ies. In them Berlitz states that Japan lost five military vessels in the Dragon Triangle with more than 700 people on board in the years from 1952-1954 alone. He also mentions that the whole area is marked as dangerous in Japanese navigation maps. Berlitzt reports that due to the lost ships the Japanese government sent out an exploration vessel into the Dragon Triangle – the „Kaiyo Maru No. 5“ with a crew of 31 men. However, the Kaiyo Maru was also lost at sea and never returned to Japan. It was destroyed by the eruption of a submarine volcano that it was supposed to explore and only parts of the ship were later salvaged. Similar to the Bermuda Triangle there are a lot of doubts regarding the truth of Berlitz’ claims about the Dragon Triangle. Critics say that the so-called lost military vessels were in fact fishing boats and that quite a few of them disappeared well outside the Dragon Triangle. It has also been pointed out that allegedly dozens to hundreds of ships are lost at sea every year in all parts of the world.

USOs – Unidentified Submarine Objects

A few minutes of research about the Dragon Triangle on the internet bring up way crazier sounding ideas than disappearing navy vessels. One of them would be e.g. the alleged regular sightings of so-called „USOs“ that are listed on certain websites. The abbreviation USO stands for „Unidentified Submarine Object“, which are a kind of submarine UFOs. They are said to be of more or less the same in appearance as UFOs, with a cylindrical or disc-like shape – and some of them even glow! USOs are said to shoot out of the waves, then hover around in the air for a bit before disappearing back into the depths so abruptly that due to the huge waves and swells this causes, nearby ships are put in danger of capsizing. Be that as is may, there are at least some truly interesting reports because they originate as early as the beginning of the 19. century and have been documented in text and paintings.
The Japanese Iwase Bunko library keeps a document that is called „Hyouryuukishuu“, which translates as „tale of the lost“. It was written during the late Edo period (1603-1868) and tells the tale of an mysterious object that had been washed ashore on the coast of Japan near Harashagahama in the year of 1803. It is described to have been roughly disc-shaped with dimensions of about 10 by 16 feet. It was made of sandalwood and metal and also had some kind of small windows that were covered with cut crystals or glass. When it was found it had been damaged and the tale of the lost reports that a woman exited the vessel who was dressed in fine clothing and spoke a language that nobody was able to understand. Her age is described as 18 to 20 years old and she is said to have had a pale complexion, red and curly hair and red eyebrows. In her arms she tightly held a simple wooden box that seemed to be of great importance to her since she wouldn’t allow anybody to touch or examine it. Inside her strange vessel mysterious carvings could be seen that appeared to be some kind of letters that nobody was able to decipher. From the same period around the year 1803 there have been a handful more documented sightings of the same nature. The Japanese term for this strange vessels is „Utsuro Bune“.

Kublai Khan‘s lost fleet

In our exclusive interview with Brian Horton as part of the E3 Community Ambassador program we asked him if there will be some explanation in the game that tells us why Lara even boarded the Endurance in the first place. Even with Brian not wanting to share any details about that and only generally acknowledging that yes – there will be some kind of explanation, we now learned another morsel of information from an article in the German games magazine “Computer Bild Spiele”. The Computer Bild Spiele met Karl Stewart in London who mentioned in the ensuing interview that Lara went on board the Endurance and headed to the Japanese sea to search for the lost fleet of Kublai Khan that is believed to be hidden somewhere in that area. Kublai Khan was a grandson of the infamous Djingis Khan and a mongolian ruler between 1260 and 1294. He was also the emperor of China during that period and founded the Chinese Yuan dynasty.

In the year of 1274 a Mongolian and Korean armada tried to invade the Japanese empire since Japan had refused to be ruled by Mongolia. One night, after having achieved some military victories over the Japanese defendants, almost a third of the Mongolian invasion fleet was destroyed when a huge typhoon broke loose and killed more than 10,000 soldiers. This caused the Mongolian invasion came to an abrupt end.

In June of 1281 the Mongolians prepared for a second invasion of Japan with an even bigger fleet, which led to the battle of Koan. At that time 17,000 sailors and 25,000 Korean, Mongolian and Chinese soldiers on board 900 ships gathered off the coast of Korea. The even bigger part of the fleet amassed in the Chinese sea and consisted of more than 100.000 men on 3.500 ships. In August of the same year the whole fleet had arrived in Japan and started their attack. Only three days into the campaign another violent typhoon ravaged the Japanese coast for two days and sunk all but 200 of the Mongolian invasion fleet. It is estimated that roughly 80 % of the soldiers were thereby killed (more than 100.000 men) which also brought Kublai Khan’s second attempted inavasion of Japan to a screeching halt before it had even really started. A third invasion never came to pass since Kublai Khan had to take care of other political frictions and also was unable to gather the needed ressources.

The two mighty typhoons became known in Japan as „Kamikaze“ which translates as „godly wind“. In the western world the term is better known as description for the japanese, death-defying suicide-pilots of World War II. As the name already implies the japanese people saw themselves confirmed in their belief that their country is protected by the gods by the two devastating storms of the 13. century.

(For the archaeologically interested among us: Some time ago a shipwreck from the Yuan dynasty has been found off the coast of Nagasaki in a depth of 80 feet and is believed to have been part of the second invasion fleet from 1281.)

Queen Himiko

As we learned from the Tomb Raider demo that was shown to us at the E3, the legendary japanese Queen Himiko plays a big role regarding the historical and mythological background of the upcoming game. In the demo a statue of her can be seen and she is also mentioned by name in a conversation between Lara and Dr. Whitman.

 Queen Himiko, sometimes also called Pimiko, (ca. 175-248) was a japanese monarch who ruled the first kingdom in Japan that is known from written reports with the name of “Yamatai” (“Yamataikoku”).
Not only was Himiko the first japanese ruler that had been dubbed queen but she was also the first sovereign of Yamatai in early Japan that is known by name. Japan was at that time still called „Wa“ and Himiko’s people was also called the people of Wa (translated as “small humans”). In spite of the fact that Himiko is mentioned in some historical reports little is known about her or her realm Yamatai. In the earliest japanese texst that have been passed down to us there is no mention of her but in the considerably older earliest chinese texts her name appears several times since she seems to have had political connections to the chinese Cao wei kingdom.
The chinese notations of Himiko date from the 3rd century whereas the japanese texts were only written in the 8th century. She is said to have been voted to become queen by the japanese people after the previously all-male warlords of Wa had caused war and bloodshed for almost 80 years before. About the people of Wa – the texts tell us that they lived in the middle of the ocean on a mountainous island that was located to the south of the main japanese isles.

What is especially interesting about Himiko is that she is said to not only have been a queen but also a shamaness that possessed considerable spiritual powers. Her name is assumed to consist of the words for „princess“ and „shamaness“ although there is some debate about the precise interpretation of her name. Unfortunately there are no other reports of shamanism in Japan from that time and the old documents also don’t tell us what exactly her strange powers were. We just know that she is said to have practiced witchcraft and sorcery and was able to “bewitch” her people. When she rose to power she was already middle-aged but not married. She had a younger brother who supported her in ruling her realm. After she had ascended the throne she was only rarely seen in public. She is said to have had 1000 female attendants but only one male attendant. He served her food and drink and acted as means of communication with the outside world. Her residence was a palace that was watched over by armed guards at all times and was surrounded by towers and palisades. Laws and customs apparently were very strict and stern during her reign.

The precise allocation of Queen Himiko in japanese history is quite challenging since japanese texts that mention her have been written a good 500 years after her time. In addition to that, her name only appears sparsely in them and she is also sometimes believed to actually have been another legendary queen of early Japan named Jingu. The oldest chinese documents draw a clearer picture as they were manufactured right at the end of the century during which Himiko lived. They tell the tale of Himiko sending emissaries to China to bring gifts and start diplomatic relations with the ruler Cao Rui, who then confirmed her status as queen and sent back 100 bronze mirrors as tribute to her. This mention of bronze mirrors is quite interesting in view of the mythological part of Himiko’s tale since a bronze mirror plays a central role in the legend of the japanese sun goddess Amaterasu. The japanese emperor claims to be a direct descendant of Amaterasu.

After Queen Himiko died she was buried in a huge burial mound together with over 100 male and female attendants. After her death a man had been crowned king but the people of Wa were not willing to follow his lead and unrest and bloodshed ensued which led to the death of more than 1000 people. Therefore Himiko’s 13 year old female cousin Iyo (aka „Toyo“) was eventually made ruler and law and order were restored.
A few years ago a big burial mound was found in Japan that dates from Himiko’s time and might shed light on the hitherto unknown location of the Yamatai realm. It also contained some bronze mirrors. Research in that area is quite problematic though since the japanese emperor apparently has an interest to prevent further excavations. Probably to avoid possible negative ramifications regarding the claim to be a direct descendant from the sun goddess Amaterasu.

Queen Himiko is by some researchers bevlieved to have connections to the sun goddess, too. Mainly due to the different interpretations/translations of her name („Hi“ means sun and „miko“ means shamaness). The Encyclopedia Britannica even states that Himiko’s name translates as “sun child“ or “sun daughter”. What might be of importance for that line of interpretation but is at least very interesting is the fact that there was a total solar eclipse in the year 247 – Queen Himiko’s time – that could be seen from Japan. The disappearance and reappearance that seems to happen during a solar eclipse is the core element of the legend of Amaterasu.

Note: More details about japanese mythology and early history can be found in the japanese „Kojiki“ text that dates from the 8. century. An english translation is available in the internet.

 

Sun goddess Amaterasu

In the scenes from the latest Tomb Raider demo where Lara has Dr. Whitman with her, a lot of crude, white wall paintings can be seen that show hand and sun symbols amongst other things. Shortly thereafter the both of them stumble upon the aforementioned statue of Queen Himiko. So it seems that not only some researchers but also the TR developers see a connection of the shaman queen to the japanese sun goddess. A question to Brian Horton during our interview that was aimed at clarifying this point was again only answered evasively by him. He only confirmed that mythology will play an important role in the new game.

Amaterasu (also know as „Amaterasu o mi kami“ or „Ohirume no muchi no kami“) is the japanese sun goddess and one of the main gods of the Shinto religion. Her name translates as “shining in heaven” or in it’s longer/complete variety „the great august goddess who shines in heaven”. As already mentioned before the imperial family of Japan claims to be descended directly from Amaterasu.

According to legend Amaterasu was born from the left eye of the god Izanagi when he cleansed himself to remove the impurities of the underworld Yami in which he had searched for his sister/wife Izanami. Izanagi and Izanami are the two most important gods in the japanese myth of creation.
Apart from Amaterasu also other gods were created out of Izanagi’s body during his purification. Amaterasu became the ruler over the sun and the heavens and her brother and husband Tsukuyomi, who was born from Izanagi’s left eye, became the ruler over the moon. Together with Susanoo, the god of storms and the sea, who was born from Izanagi’s nose these three gods are the „three noble children“ – the most important ones of the several gods that came into existence during Izanagi’s purification.

The legend also tells us that Amaterasu is to be held responsible for there being night and day. At first she shared the heavens with her brother/husband Tsukuyomi but when he killed the food goddess out of disgust after he had seen her produce the food for a banquet from her mouth Amaterasu split up with him forever and banned him to another part of the heavens. This also caused the division of night and day.

In the Ise shrine on Honshu in Japan Amaterasu is still worshipped today. This is one of the most important shrines of Japan. To honor her the shrine is destroyed every 20 years and then build anew adjacent to the old shrine since the 690ies.

The most well-known legend about Amaterasu tells the story of how the sun once disappeared from the heavens and the earth. The sun goddess and her brother Susanoo had always been competing with each other. When Susanoo then went on a rampage one day and destroyed his sister’s rice fields and also hurled a partly flayed pony into her loom hall and thereby killed one of her attendants Amaterasu hid in a cave out of grief and rage which also caused the sun to disappear for a long time. Her brother Susanoo was therefore banned from the heavens to the earth and Amaterasu had to be coaxed out of her cave by all the other gods to make the sun shine again. To achieve this the goddess of dawn, mirth and revelry Aman o Uzume performed an obscene and comical dance in front of the cave. The ensuing laughter and shouting caused the sun goddess to shift the rock aside that covered the cave entrance and have a look peek outside. The other gods had also placed a mirror and a jewel right outside the cave that blinded Amaterasu and made her think the merriment was due to another even greater god arriving so she came out of her cave. Note that there are also a few different versions of the latter point. The other gods then quickly sealed the cave to prevent the sun goddess from going back in and to ensure by this that the sun would never disappear again.
The most interesting parts of this legend are the mirror and the jewel that have been used by the other gods to lure Amaterasu back out. They are two of the three japanese imperial regalia that are still used today in every enthronement ceremony of a japanese emperor.

Imperial regalia of Japan

The Three Sacred Treasures of Japan, as they are called, are the imperial regalia of Japan and consist of the sword Kusanagi no Tsurugi, the mirror Yata no Kagami and the jewel Yasakani no Magatama. Apart from the japanese emperors and a few priests nobody ever saw them as they are not made accessible to the public or researchers and there are no pictures or credible descriptions of them either. Therefore the three objects are still shrouded in mystery and the little known information about them originate from very old accounts. The last time at least two of them were seen (the sword and the jewel) was during the accession and enthronement of emperor Akihito in 1989 and 1993, but they were both wrapped in packages on each occasion.

 Beginning with the year 690 the three imperial treasures have always been an inherent part of the japanese enthronement ritual. According to legend they have been brought down to earth with Amaterasu’s grandson Ninigi no Mikoto when she sent him out to pacify Japan. Traditionally they are seen as symbol for the divine ancestry of the imperial family and based on that also as proof for the legitimation of the emperor to be the sole ruler of Japan.

The jewel and the mirror we already know from the legend of Amaterasu’s „liberation“ from her cave – the sword was given to her later by her brother Susanoo as sign of apology for his behaviour after he had taken it from the eight-headed snake (or dragon) Yamata no Orochi.

The sword Kusanagi no Tsurugi

The name of the sword that is still used today means „grasscutter sword“ and is a reference to the legend of the japanese hero Yamato Takeru (2. to 3. century) who is said to have possessed it for some time. When he was surrounded by burning grass one time as his enemies tried to kill him he cut the grass down with his sword. In doing so he also realized that the sword enabled him to command the winds. This property of the weapon is also reflected in the original name the storm god Susanoo had given it which means „sword of the darkening clouds”. Takeru used the sword’s power to his advantage and swept the fire towards his enemies and killed them. Afterwards he renamed it in triumph to it’s contemporary name. The „Kusanagi“ part of the name actually translates as „sword out of the snake“ since Susanoo had found it inside the carcass of the eight-headed snake he had defeated.

After Yamato Takeru, the imperial family owned the Kusanagi and it was passed down from generation to generation. There is some debate about the authenticity of the sword though since there are reports that it sank to the bottom of the sea together with the child emperor Antoku in a sea-battle during the 12. century. So there are some who claim that today’s sword is actually only a replica.

It is assumed that the Kusanagi is a short, double-edged bronze sword that is designed in bronze age style. During the Edo period a Shinto priest claimed to have laid eyes upon the sword and described it as being 33 inches long, calamus-shaped and of a whitish-metallic colour. Allegedly the priest later died due to the power and a curse of the sword. It is surmised that the sword is nowadays kept at the Atsuta shrine in Japan.

The jewel Yasakani no Magatama

The jewel is probably rather a necklace made of Magatama. Magatama are comma-shaped pearls that were common in Japan between 1000 BC and the 6. century AD. Originally they were made out of ordinary stone or pottery but from the Kofun period onwards they were almost exclusively made out of jade. During the same period their former sole use as decorative objects changed to religious and ceremonial use. In the portrait of Queen Himiko shown above she is wearing a Magatama-necklace.
There are some reports that originally the three sacred treasures only consisted of the sword and the mirror and that the jewel was then only included in the Heian period between the 8. and 12. century. It is assumed that today the „jewel“ is kept at the main shrine of the japanese emperor’s palace.

The mirror Yata no Kagami

The legendary mirror that was hung from a tree outside Amaterasu‘s cave along with the jewel to lure her out is probably a bronze mirror similar to the ones that Queen Himiko had once received as gifts from China or also to mirrors from her period that have been found during excavations of burial mounds. It’s name translates as “eight hand mirror” which is most likely a description of it’s diameter. Mirrors were symbols for the truth in early Japan as they show everything that is reflected in them as it is. They were also very rare and have been treated with reverence and awe accordingly.
The mirror is believed to be located at the Ise shrine in Japan nowadays. Apart from this mirror there are three more Yata no Kagami in Japan that are also kept at shrines in Naguya and Tokyo.

There are several different interpretations of the symbolic meaning of the three treasures. The sword could either stand for courage or symbolize the stars, the mirror could stand for wisdom or the sun and the jewel could symbolize benevolence or the moon.
Regarding the two objects that are believed to be made of bronze it can at least be said that bronze objects have apparently been brought from Korea to Japan at a time when bronze production was still unknown in Japan (Yayoi period). Bronze objects were therefore mostly treated as very valuable possessions that have probably only been used as symbols of power and wealth or for ritual purposes rather than for their originally intended purpose. The fact that e.g. finds of bronze swords in Japan from that time show no signs of use leads to that conclusion.

So was young Lara swept directly to the rocky shores of the legendary Yamatai realm by the storm god Susanoo? Will she unveil the secrets of the mysterious shaman queen Himiko there? Is the jade necklace that she wears perhaps the holy jewel Yasakani no Magatama? Will she maybe even have to wield the many thousand year old sword of the gods to defeat eight-headed snakes or use the mirror of the sun goddess to prevent eternal darkness? We hope that the secrets will last a bit longer so the new Tomb Raider will surprise and amaze us in March 2013 with a well researched and fascinating background story.

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